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Neues Gesamtkonzept konnte überzeugen

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Mit einem neuen ­Gesamtkonzept präsentierte sich die Fleischrinderauktion 2026 im Vermarktungsstall der Rinderzucht Schleswig-Holstein (RSH) eG in Dätgen bei Neumünster. Erstmals wurde die Auktion mit einer Landesfärsenschau am Vorabend kombiniert. Zahlreiche Besucher aus den benachbarten Bundesländern ­sowie überregional angereiste Gäste nutzten diese Gelegenheit, sich ein umfassendes Bild von Qualität und Vielfalt der Fleischrinderzucht zu machen. Auch am Auktionstag herrschte sowohl vor Ort als auch online großes Interesse. Viele Zuschauer verfolgten die Hybrid­auktion erneut per Live-Übertragung direkt aus dem Ring.

Insgesamt kamen 30 Fleischrinderbullen sowie 21 weibliche Tiere aus sechs Rassen zur Versteigerung. Auch neue Rassen konnten im Auktionsring begrüßt werden und spiegelten die wachsende Bandbreite der Fleischrinderzucht wider. Der traditionelle Züchterabend bot bei Klönschnack, Getränken und Imbiss eine gute Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Am Sonnabend eröffnete der Jungzüchterwettbewerb den Auktionstag und zog erneut großes Interesse auf sich. Anschließend stellte Thore Kühl die Bullen fachkundig vor, bevor Auktionator Karsten Winder die Versteigerung leitete.

Starker Wettbewerb: Die Sieger der Rassen Galloway, Angus, Limousin, Charolais, Blonde d‘ Aquitaine und Fleckvieh Simmental im Ring zur Siegerauswahl

Angus

Die Angus-Kollektion präsentierte sich ausgeglichen und mit moderner, leistungsstarker Genetik. Zum Sieger der Rasse wurde der 9-9-8 gekörte „Baron vom Hof Kamerun“ aus der Zucht von Willi Göttsche, Hennstedt, gekürt. Der Bulle überzeugte durch ein harmonisches Erscheinungsbild, viel Länge sowie eine gleichmäßige Bemuskelung und wurde für 4.000 € verkauft.

Topseller der Angus-Bullen war der lackschwarze, 8-8-8 gekörte „Rivaldo von Christelhoi“ aus der Zucht von Kurt Karsten Clausen, Mittelangeln. Der sehr typvolle Bulle mit einem Relativzuchtwert Fleischleistung (RZF) von 119 erzielte mit 5.100 € den höchsten Preis der Angus-Kollektion und wurde von einem Betrieb aus Mecklenburg-Vorpommern ersteigert.

Auch bei den weiblichen Angus-Rindern stand eine ansprechende Kollektion verschiedener Zuchtbetriebe zum Verkauf. Das teuerste Tier war „ML Winnie“ von der Ostermühlen GmbH & Co. KG aus Beringstedt, die bereits an der Landesfärsenschau teilgenommen hatte und für 3.400 € verkauft wurde. Auch die Jungrinder stießen auf reges Interesse, sodass die Zuchtstätten Tobias Ohlrogge, Schulendorf, und Hans-Werner Schröder, Tramm, Zuschlagspreise über 1.700 € erzielten.

Blonde d’Aquitaine

Die Rasse Blonde d’Aquitaine war mit dem Bullen „Haddeby vom Danewerk“ vertreten. Der von der WilMar Geestrind GbR gezüchtete Bulle überzeugte mit harmonischem Erscheinungsbild und einem imponierenden Seitenbild. Mit Typnote 9 gekört und als Sohn der amtierenden Miss Norla 2025, wurde er für 3.950 € verkauft.

Erst auf der Norla erfolgreich mit seiner Mutter, stand nun der herausragende Typbulle „Haddeby vom Danewerk“ selbst zum Verkauf.

Limousin

Die Limousin präsentierten sich erneut in hervorragender Qualität. Die Rahn GbR aus Tielen stellte mit dem 9-9-8 gekörten „Gucci vom Eiderland“ nicht nur den Sieger der Rasse, sondern zugleich den Körsieger über alle Rassen. Der „Grisu“-Sohn überzeugte als ausgeprägter Typbulle mit starker Bemuskelung, insbesondere in Rücken und Keule sowie einem RZF von 114. Der Ausnahmebulle wurde nach Rheinland-Pfalz verkauft.

Teuerster Limousin-Bulle war „Jorik vom Schauedamm“, ein homozygot hornloser „James“-Sohn aus dem Betrieb von Thomas Henningsen, Hürup. Mit einem RZF von 111 und starker Zuchtlinie erzielte er einen Zuschlagspreis von 5.200 €.

Bei den Limousin-Rindern wurden drei Tiere verkauft. Topseller war die „Bel-Orient“-Tochter „Herma“ aus der Zucht von Kirsten Hahn, Kiel-Moorsee, die für 3.400 € nach Nordrhein-Westfalen verkauft wurde.

Richterin Dr. Sabine Schmidt kürte schließlich das Limousin-Jungrind „Thea von Oster Langstedt“ von der Tams GbR zur Interbreed-Siegerin über alle Rassen.

Fleckvieh

Bei der Rasse Fleckvieh konnte sich „RZS Leo“ besonders in Szene setzen. Der homozygot hornlose „Hulk-Hogan“-Sohn aus der Zucht von Cord Jensen, Sörup, überzeugte mit soliden Zuchtwerten und einem harmonischen Gesamtbild. Der 8-8-8 gekörte Bulle wurde für 4.300 € verkauft.

Auch bei den Fleckvieh-Rindern zeigte sich eine gute Nachfrage. Beide Tiere waren bereits am Vorabend auf der Landesfärsenschau präsentiert worden. Den Höchstpreis erzielte die „Harley“-Tochter „Selina“ von Jens Behrens aus Beschendorf mit 3.500 €.

Charolais

Die Rasse Charolais war in Dätgen sowohl zahlenmäßig als auch qualitativ stark vertreten. Bei den Bullen stellte die Familie Albrecht aus Tetenhusen mit „Rocky“ den Körsieger der Rasse. Der 9-8-8 gekörte Bulle ist ein Halbbruder zu „Lovi PP“, der aktuell bei der Rinderzucht Schleswig-Holstein im Besamungseinsatz steht.

Teuerster Charolais-Bulle war „Rafael“, ein „Jacco“-Sohn aus dem Betrieb von Frank Albrecht, Tetenhusen, der für 4.600 € an einen Charolais-Kenner verkauft wurde.

Auch die weiblichen Charolais-Tiere überzeugten. Topseller der tragenden Färsen war „Aura“, eine harmonische „Sergio“-Tochter aus der Zucht von Antje Haase, Treia, mit einem Zuschlagspreis von 3.600 €. Der Topseller der Jungrinder war „Ava“ von Thorsten Jensen aus Högel, die für 2.500 € nach Hessen verkauft wurde.

Hereford

Erstmals wurden in Dätgen auch Tiere der Rasse Hereford präsentiert. Johanna Schneidereit aus Hennstedt stellte mit „Thilo“ einen interessanten Verkaufsbullen vor, dessen Pedigree von landes- und bundesschauprämierten Vorfahren geprägt war. Der 8-8-8 gekörte Bulle wurde für 3.300 € verkauft.

Zudem präsentierte Cornelia Brandt aus Eckstedt drei Hereford-Rinder. Die Tiere bildeten eine geschlossene Kollektion und wurden gemeinsam an einen Zuchtbetrieb in Niedersachsen verkauft. „Bambini“, „Sunny“ und „Beike vom Nord-Ostsee-Kanal“ erzielten jeweils einen Zuschlagspreis von 1.600 €.

Landesfärsenschau 2026

Die erstmals in das Auktionswochenende integrierte Landesfärsenschau entwickelte sich zu einem eindrucksvollen Schaufenster der weiblichen Fleischrindergenetik in Schleswig-Holstein. Richterin Dr. Sabine Schmidt bewertete zahlreiche hervorragend vorbereitete Färsen und Jungrinder in starken Klassen.

Bei den Angus-Färsen nahmen sechs Rinder am Wettbewerb teil. An die Spitze setzte sich die „REA-Babor“-Tochter „Umani“ aus der Zucht von Gesa Schneidereit, Hennstedt. „Vlieder vom Hof Kamerun“ aus der Zucht von Willi Göttsche wurde Reservesiegerin.

Bei den Blonde d’Aquitaine feierte der Betrieb von Döhren/Paradies aus Groß-Nordende mit drei Jungrindern eine gelungene Premiere. Den Klassensieg errang „­Agate vom Paradies“.

Viele neue Beschicker konnten in Dätgen begrüßt werden. Zu sehen ist die Zuchtgemeinschaft von Döhren/Paradies mit ihren Blonde d’Aquitaine.

Die Charolais-Färsen präsentierten sich in drei starken Klassen. Klassensiegerinnen waren „Solea“ von Thomas Rothkehl, „Elke vom Brandener Hof“ von Anke Jaspers sowie „Fantasia vom Dannewerk“ von der WilMar Geestrind GbR. In der Siegerauswahl setzte sich schließlich „Elke vom Bran­dener Hof“ durch.

Bei den Fleckvieh-Simmental überzeugte „Selina“ von Jens Behrens aus Beschendorf und setzte sich vor „Sinje“ durch. Die Limousin-Färsen boten ebenfalls einen hochklassigen Wettbewerb. Klassensiegerinnen waren „Susi PP vom Schauedamm“, „Treene vom Oster Langstedt“ sowie „Thea vom Oster Langstedt“ aus der Zucht der Tams GbR.

Auch White Galloway bereicherten das Schaugeschehen. Hier setzte sich „Xola vom Bebensee“ aus der Zucht von Mechthild Bening an die Spitze.

Im abschließenden Interbreed-Wettbewerb traten die jeweiligen Rassesieger nochmals gemeinsam im Ring an. Richterin Dr. Sabine Schmidt kürte schließlich die „MP Nice Eye“-Tochter „Thea von Oster Langstedt“ von der Tams GbR zur Interbreed-Siegerin über alle ­Rassen.

Fazit

Die Fleischrinderauktion 2026 in Dätgen bestätigte eindrucksvoll die hohe Qualität und Vielfalt der Fleischrinderzucht in Schleswig-Holstein. Das neue Gesamtkonzept aus Landesfärsenschau und Auktion wurde von Züchtern und Besuchern sehr positiv aufgenommen. Eine starke Nachfrage, zahlreiche Online-Gebote, viele überregionale Käufer, engagierte Jungzüchter sowie ein breites ­Rassespektrum sorgten für eine rundum gelungene Veranstaltung und machen Lust auf eine Fortsetzung dieses Formats.

Ein zartes Blatt mit Anspruch

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Feldsalat (Valerianella locusta) wird von Verbrauchern wegen seines Geschmacks und seines hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen geschätzt. Mit dem Start der Aussaat im März beginnt auf norddeutschen Feldern die neue Feldsalat-Saison. Die zarten Pflanzen, auch als Rapunzelsalat bekannt, gelten als erste frische Vitaminquelle des Frühjahrs. Einer, der die feine Kultur bestens kennt, ist Tietje Beckedorf, Gemüsegärtner aus Reinbek im Süden Schleswig-Holsteins. Auf seinem Betrieb Beckedorf Frischgemüse wachsen rund 80 ha Feldsalat, das entspricht etwa 10 % der gesamten Anbaufläche.

Für den Feldsalatanbau sind leichte, gut befahrbare Böden entscheidend. Denn leichte Böden ermöglichen, dass täglich geerntet werden kann. Dies ist ein wichtiger Faktor, da Feldsalat in der Hauptsaison laufend geschnitten wird.

Geeignete Flächen und Sorten

Schwere oder staunasse Flächen sind ungeeignet, da sie die notwendige Schlagkraft in der Ernte behindern. Feldsalat wird auf einer Fläche nur alle zwei bis drei Jahre angebaut, um den Boden zu schonen und Pflanzenkrankheiten vorzubeugen. Auch die Sortenwahl spielt eine große Rolle. Beckedorf setzt je nach Jahreszeit auf abgestimmte Feldsalatsorten. Im Frühjahr wachsen die Pflanzen zügig und relativ problemlos, doch im Sommer besteht aufgrund starker Sonneneinstrahlung die Gefahr, dass die zarten Blätter verbrennen. „In den Sommermonaten ist Feldsalat nur mit hitzetoleranten Sorten möglich“, erklärt Beckedorf. Der Betrieb organisiert die Aussaat im engen Rhythmus: Von März bis Mitte September wird alle drei Tage gesät. Die Ernte erfolgt etwa 50 Tage nach der Aussaat. „Wir starten je nach Witterung im April und ernten dann bis Jahresende“, so Beckedorf. Bei Frost ist Vorsicht geboten, denn gefrorene Pflanzen dürfen nicht mechanisch bearbeitet werden, da sie leicht brechen. Die Ernte wird dann häufig um einige Stunden verschoben, bis der Bestand aufgetaut ist.

Spezialtechnik im Einsatz

Die Ernte von Feldsalat erfordert spezielles Know-how und Technik. Der Familienbetrieb hat hierfür eigens eine Spezialmaschine weiterentwickelt. „Unsere Maschine schneidet den Feldsalat 1 bis 2 mm unter der Erde, also direkt unterhalb der Keimblätter. So bleibt das Produkt sauber und intakt“, erläutert Beckedorf. Mit dem angepassten Verfahren kann zügig geerntet werden. Die Maschine wurde im eigenen Betrieb auf Basis praktischer Erfahrungen konzipiert und an die Bedingungen im Feldsalatanbau angepasst. Arbeitsintensiv ist der Feldsalatanbau dennoch: Tägliche Ernte und Pflege bedeuten einen hohen Aufwand, aber dank Automatisierung gelingt die Bergung vergleichsweise schnell. „Mit unserer Technik schaffen wir die Ernte mit sechs Personen. Das spart Zeit und schont die Ware“, erzählt der Landwirt. Direkt nach der Ernte wird der Salat gewaschen, gekühlt und verpackt. Die Ware geht möglichst tagesfrisch in den Handel.

Die Ernte von Feldsalat erfordert spezielles Know-how und ausgeklügelte Technik.

Pflanzen gezielt schützen

Trotz aller Sorgfalt im Anbau bleibt der Pflanzenschutz eine Herausforderung. Feldsalat ist anfällig für Pilzkrankheiten wie den Echten Mehltau; zugleich ist die Zahl zugelassener Pflanzenschutzmittel sehr begrenzt. Dadurch steigt das Risiko von Resistenzen, und im Bedarfsfall muss mit Notfallzulassungen gearbeitet werden. „Der Wirkstoffrahmen ist eng – da muss man vorbeugen und genau hinschauen“, sagt Beckedorf. Der Betrieb setzt daher verstärkt auf moderne, resistente Sorten und auf eine konsequente Fruchtfolge. Auch Witterungsextreme fordern die Produzenten: Anhaltende Nässe erschwert die Ernte auf dem Feld, Hitzeperioden im Sommer setzen dem zarten Salat zu. Mit Erfahrung, Technik und flexibler Planung versuchen die Gemüsegärtnerinnen und Gemüsegärtner, diese Risiken zu meistern.

Regional genießen

In Norddeutschland gehört Feldsalat inzwischen fest zum Sortiment regionaler Gemüsebaubetriebe. Die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel sei vorhanden und relativ stabil, berichtet Beckedorf. Allerdings ist der Markt geprägt von festen Abnehmerstrukturen. „Der Feldsalatmarkt ist sehr aufgeteilt – neu anzufangen ist hierzulande kaum noch möglich, allenfalls im kleinen Stil für Wochenmärkte“, schätzt er die Perspektiven für Neueinsteiger ein. Für etablierte Betriebe hingegen bleibt die Kultur eine wirtschaftlich interessante Ergänzung im Anbauplan.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bietet Feldsalat eine willkommene Abwechslung im Frühjahr und Herbst – er ist regional erzeugt, frisch verfügbar und lässt sich vielseitig zubereiten. Ob als klassischer Salat, kurz gedünstet oder im Smoothie: Die zarten Blätter bringen nicht nur Farbe, sondern auch Vitamine auf den Teller.

Fibrinöse Pleuropneumonie bei Milchkühen

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Insbesondere bei Kälbern spielen Atemwegserkrankungen eine große Rolle, bei ausgewachsenen Milchkühen treten sie relativ selten auf. Zunehmend kommt es allerdings zu Ausbrüchen von schweren Lungenentzündungen durch den Erreger Mannheimia haemolytica bei Milchkühen, die zu hohen Verlusten führen.

Atemwegserkrankungen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel zwischen der Immunreaktion des Tieres, Stressfaktoren und Krankheitserregern. In den allermeisten Fällen wird angenommen, dass die Rindergrippe nicht nur allein durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Grippeerregern ausgelöst wird, sondern viele Faktoren an der Entstehung beteiligt sind. Dabei spielen Management, Physiologie, Umweltfaktoren und natürlich die Erreger eine Rolle. Beispielsweise ergeben sich durch Belüftungsfehler ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit und damit eine Erhöhung des Keimdrucks sowie eine Anreicherung von Schadgasen, die die Schleimhäute der Atemwege reizen. Daher werden im Allgemeinen Atemwegserkrankungen bei Rindern als Faktorenkrankheit eingestuft, neben verschiedenen Viren werden hierbei oft die Bakterien Mannheimia haemolytica, Pasteurella multocida, Histophilus somni und Mycoplasma bovis nachgewiesen. Sie werden als allgegenwärtige Bewohner des oberen Atemtrakts angesehen, die allerdings nach stressvollen Ereignissen oder bei viralen Infekten in die Lunge gelangen können. Andererseits wurden diese Erreger auch schon in Lungen gefunden, die keinerlei Grippeanzeichen aufwiesen.

Von diesen Bakterien ist M. haemolytica hinsichtlich Morbidität und Mortalität wahrscheinlich das schädlichste Bakterium, vor allem ist auffällig, dass es nicht nur bei Kälbern und Jungtieren vorkommt, sondern zunehmend eine Rolle bei ausgewachsenen Tieren spielt. Im Allgemeinen treten bei Milchkühen relativ selten Atemwegserkrankungen auf, und wenn doch, werden diese häufig auf eine Schwächung des Immunsystems während der Transitphase zurückgeführt. Da in den letzten zehn Jahren bemerkenswert mehr Ausbrüche durch M. haemolytica bei Milchkühen gemeldet wurden, war es das Ziel einer Fallstudie in den Niederlanden (Jasper het Lam et al., 2025), die Merkmale dieser Ausbrüche und mögliche Risikofaktoren näher zu beschreiben (ermittelt durch eine umfangreiche Umfrage unter betroffenen Landwirten). Es stellt sich die Frage, ob ein gemeinsamer das Immunsystem schwächender Risikofaktor innerhalb kurzer Zeit bei mehreren Kühen eine sekundäre Infektion begünstigt oder ob besonders virulente Stämme dieses Bakteriums eingeschleppt werden und zu einer primären Infektion führen.

Die überwiegende Mehrheit der FPP-Fälle wird bei Kühen in der mittleren bis späten Laktation oder beim Trockenstehen beobachtet.

Diagnose oft überraschend

In 40 % der Fälle kam die pathologische Diagnose einer M.-haemolytica-Infektion (Fibrinöse Pleuropneumonie/FPP) für die Landwirte und Tierärzte vollkommen überraschend, da die ersten klinischen Symptome sehr unspezifisch für eine Lungenentzündung waren. Es wurde sogar von mehreren Landwirten angegeben, dass sie zunächst an eine akute Fremdkörpererkrankung gedacht hätten (und in einigen Fällen wurden sogar auf diesen Anfangsverdacht hin Operationen durchgeführt). Dies erscheint angesichts der unspezifischen und sich überschneidenden klinischen Symptome beider Erkrankungen nachvollziehbar. Als häufigstes Symptom (von 90 % der Landwirte beobachtet) wurde eine sehr plötzliche Abnahme der Milchproduktion beobachtet, gefolgt von Fieber, Abgeschlagenheit und Atemnot. Nasenausfluss wurde von 52 % der Landwirte und Husten von 20 % berichtet. Aufgrund dieser unspezifischen Symptome kam es sehr wahrscheinlich häufig zu einer Verzögerung der Diagnose (und somit auch erst verspätet zu einer geeigneten Therapie). Dies erklärt das hohe Sterberisiko der FPP-Erstfälle. Sobald die Erkrankung auf einem Betrieb bekannt war, erfolgten Diagnose und Behandlung nachfolgender Fälle sehr zügig, was zu einer deutlich besseren Prognose und oft zu einer vollständigen Ausheilung innerhalb weniger Tage führte.

Die überwiegende Mehrheit der Kühe, die nach ihrem Tod bei der pathologischen Diagnostik mit FPP diagnostiziert wurden, stammte von Betrieben, die über mehrere Tage bis Wochen Probleme mit FPP-Erkrankungsfällen hatten. Die an dieser Studie teilnehmenden Landwirte gaben an, dass die Unvorhersehbarkeit und die hohe Sterblichkeit der oft sehr wertvollen Milchkühe zu Unsicherheit und finanziellen sowie emotionalen Belastungen führten. Daher war die Beteiligung an dieser umfassenden und zeitaufwendigen Umfrage sehr hoch.

Spielt Zukauf eine Rolle?

Im Allgemeinen waren die betroffenen Kühe vor dem Auftreten klinischer Symptome gesund, zeigten keine Auffälligkeiten und eine durchschnittliche Milchleistung. Die überwiegende Mehrheit der FPP-Fälle war bei Kühen in der mittleren bis späten Laktation oder Trockenstehern zu beobachten. Dies ist sehr auffällig, da eine M.-hameolytica-Infektion allgemein als sekundäre bakterielle Infektion gesehen wird, die aufgrund primärer Faktoren wie Virusinfektionen, schlechter Luftqualität oder Kältestress entsteht. Dabei müsste die Tiergruppe, die dem größten Stress ausgesetzt ist, am stärksten betroffen sein. Man würde hier folglich erwarten, dass frisch abgekalbte Kühe mindestens dem gleichen Risiko ausgesetzt sind wie Kühe in der mittleren oder späten Laktationsphase, wenn nicht sogar einem höheren. Diese Ergebnisse könnten darauf hindeuten, dass es sich bei den M.-haemolytica-FPP-Fällen um eine durch einen einzigen Erreger verursachte Infektionskrankheit handelt (primäres infektiöses Ausbreitungsmuster). Darüber hinaus könnte der Zukauf von Tieren auch diese Hypothese stützen, dass die Einschleppung eines bestimmten virulenten M.-haemolytica-Stammes die direkte Ursache für FPP-Ausbrüche ist. In der oben genannten Studie begannen 50 % der Ausbrüche innerhalb von 30 Tagen nach dem Zukauf von Kühen aus anderen Herden.

Aus den weiteren Ergebnissen der Studie wird deutlich, dass die teilnehmenden Betriebe zwar eine durchschnittliche Milchleistung pro Kuh aufwiesen, jedoch durch eine überdurchschnittliche Herdengröße und Betriebsintensität (Überbelegung, mehr Zugänge, weniger günstigerer Seuchenstatus) auffallen. Die meisten Ausbrüche begannen in den Wintermonaten und folgten auf eine Periode mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, wobei keine regionalen Unterschiede auftraten. Zu den Risikofaktoren gehören laut Studienautoren folglich ungünstige Umweltbedingungen wie Kälte und zu hohe Luftfeuchtigkeit sowie unzureichende Biosicherheitsmaßnahmen und Überbelegung. Aber obwohl M.-haemolytica-Infektionen eine multifaktorielle Erkrankung zu sein scheinen, deuten die Daten eher auf ein primäres Ausbreitungsmuster hin.

Fazit

Bei unspezifischen Symptomen sollte auch bei ausgewachsenen Milchkühen immer an die Möglichkeit gedacht werden, dass es sich um eine Infektion der Atemwege handelt. Denn nur durch eine frühzeitige Diagnose kann in Fällen von FPP eine aussichtsreiche Therapie begonnen werden.

„Weidegang“ und „Weidewirtschaft Moor“ gestrichen

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Die diesjährige elektronische Antragstellung für Vertragsnaturschutzmaßnahmen mit Laufzeitbeginn ab 2027 ist ab dem 20. März bis zum 1. Juli 2026 möglich. Darauf weist das Kieler Umweltministerium (MEKUN) hin. Zu nutzen ist der Inet WebClient: https://elsa.schleswig-holstein.de und anschließend die Kachel inet VNS.

Da die Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) in 2027 ausläuft und nur noch begrenzte Fördermittel bis spätestens 2029 zur Verfügung stehen, können 2027 lediglich dreijährige Verträge ausgewählter Vertragsmuster abgeschlossen werden. So werden die Vertragsnaturschutzmaßnahmen „Weidegang“ und „Weidewirtschaft Moor“ nicht mehr angeboten. Bezüglich der Vertragsnaturschutzmaßnahme „Ackerlebensräume“ wird die Variante „Gezielte Begrünung mit mehrmaliger Ansaat“ (Standardvariante) ebenfalls nicht mehr angeboten. Anträge für die zuvor genannten Vertragsnaturschutzmaßnahmen sind im Rahmen des Antragsverfahrens 2026 nicht einreichbar.

Für die Vertragsnaturschutzmaßnahmen „Weidewirtschaft“, „Weidewirtschaft Marsch“, „Weidelandschaft Marsch“, „Grünlandwirtschaft Moor“, „Kleinteiligkeit im Ackerbau“ und „Ackerlebensräume“ (soweit angeboten) wird aufgrund nur noch begrenzter Fördermittelverfügbarkeit voraussichtlich eine Priorisierung erforderlich werden. Die Priorisierung wird auf Basis der Vorgaben des GAP-Strategieplans von Deutschland sowie naturschutzfachlichen Abwägungen in nachfolgend genannter Reihenfolge erfolgen:

1. Direkte Anschlussverträge an Altverträge der vorherigen Förderperiode werden priorisiert abgeschlossen. Dabei wird Antragsflächen innerhalb von Natura-2000-Gebieten Vorrang eingeräumt. Anschließend werden Flächen außerhalb von Natura-2000-Gebieten berücksichtigt.

2. Nachrangig werden „Neu-Antragsflächen“ (ohne zuvor ausgelaufene Altverträge) berücksichtigt. Auch hier werden Antragsflächen innerhalb von Natura-2000-Gebieten bevorzugt bedient.

Ausnahme: Für die Vertragsnaturschutzmaßnahmen „Weidewirtschaft Marsch“, „Weidelandschaft Marsch“ und „Grünlandwirtschaft Moor“ können ausschließlich Anschlussverträge an Altverträge der alten Förderperiode angeboten werden.

Sollten im Rahmen der genannten Priorisierungsschritte nicht ausreichend Fördermittel für alle Anträge zur Verfügung stehen, so ist zudem eine Begrenzung pro Hektar und Antragstellenden vorgesehen.

Für die Vertragsnaturschutzmaßnahmen „Rastplätze für wandernde Vogelarten“, „Wertgrünland“, „Grünlandlebensräume“, „Umwandlung von Acker in Grünlandlebensräume“ und „Halligprogramm“ wird es keine Verkürzung der Laufzeit geben und voraussichtlich keine Priorisierung oder Begrenzung erforderlich sein.

Seminar „La.Le.Le“: Mitmachen statt nur zuhören

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Auch in diesem Jahr findet die La.Le.Le-Seminarreihe statt. La.Le.Le steht für „Landjugend leben lernen“. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Seminars kann die Jugendleiter-Card (Juleica) beantragt werden. Sie ist eine Anerkennung für ehrenamtliches Engagement und bringt als kleines Dankeschön verschiedene Vergünstigungen und weitere Formen der Wertschätzung mit sich – welche genau, ist je nach Region unterschiedlich.

Um das Seminar erfolgreich abzuschließen, müssen beide Wochenenden besucht sowie ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert werden. Im Anschluss kann dann die Juleica beantragt werden. Das erste Wochenende verbrachten die zwölf Teilnehmenden gemeinsam mit ihren vier Referenten in der Jugendherberge in Glückstadt. Dort erwartete sie ein abwechslungsreiches und aktives Programm, denn beim La.Le.Le gilt: Mitmachen statt nur zuhören.

Die ersten Teilnehmenden reisten am Freitagnachmittag an. Spätestens zum Abendessen waren dann alle vor Ort, sodass das Wochenende gemeinsam starten konnte. Beim anschließenden Kennenlernen entstand schnell eine offene Atmosphäre. Außerdem erarbeiteten sich die Teilnehmenden eigene Gruppenregeln für das Seminar. Inhaltlich ging es danach bereits mit den ersten Themen weiter, darunter „Rund um Spiele“ und „Feedback“. Der Abend klang schließlich mit einem netten Schnack in gemütlicher Runde aus.

Welche Entwicklungsstufen von Gruppen gibt es, und welche Rolle füllt man selbst darin aus? Antworten gab es beim La.Le.Le-Seminar. Foto: Paul Weniger

Ganz im Zeichen der eigenen Persönlichkeit und des Miteinanders in Gruppen stand der Sonnabend. Die Teilnehmenden setzten sich intensiv mit den verschiedenen Entwicklungsstufen von Gruppen sowie der eigenen Rolle darin auseinander. Am Nachmittag folgten Einheiten zu Lebenswelten und Sozialisation sowie zum inneren Schweinehund. In diesem Zusammenhang schrieben alle Teilnehmenden einen Brief an sich selbst, der ihnen in etwa einem Jahr zugeschickt wird; eine spannende Möglichkeit, die eigene Entwicklung später noch einmal zu reflektieren.

Nach dem Abendessen ging es um das Thema Alkoholprävention und den verantwortungsvollen Umgang damit. Den Abend gestalteten die Teilnehmenden anschließend nach ihren eigenen Interessen: Während ein Teil der Gruppe in der Jugendherberge blieb und gemeinsam Spiele spielte, nutzte die andere Hälfte die Gelegenheit, die Innenstadt von Glückstadt zu erkunden. Am Sonntag, dem letzten Tag des ersten Seminarwochenendes, standen die Themen Fetenplanung und Öffentlichkeitsarbeit auf dem Programm. Beides sind Bereiche, die für die Landjugendarbeit unverzichtbar sind. Denn eine gelungene Veranstaltung braucht nicht nur eine gute Planung, sondern auch eine überzeugende Bewerbung. Beim „Fetenspiel“ musste eine Gruppe unter Zeitdruck eine Veranstaltung organisieren und dabei immer wieder unerwartete Herausforderungen meistern, etwa einen Sturm, der die Zeltplanen beschädigt. Am Ende konnte sich die Gruppe erfolgreich gegen die Zeit durchsetzen. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurden anhand von Instagram-Profilen anschaulich Dos and Don’ts vermittelt – also Dinge, die in der Social-Media-Arbeit gut funktionieren, und solche, die man besser vermeiden sollte.

Nachmittags trat die Gruppe schließlich die Heimreise an. Wiedersehen werden sich alle am 5. Juni, wenn der zweite Teil des Seminars in Steinbergkirche in der Bildungsstätte auf dem Scheersberg stattfindet.

Lange Liste an Verdiensten

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Einstimmig ernannte der Landeshauptausschuss des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH) den früheren Verbandspräsidenten Werner Schwarz (sitzend) am Mittwoch zum Ehrenpräsidenten. Schwarz, der von 2008 bis 2022 BVSH-Präsident und von 2012 bis 2022 Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes war, erhielt außerdem die Goldene Ehrennadel – die höchste Auszeichnung des BVSH.

Der amtierende Verbandspräsident, Klaus-Peter Lucht, bezeichnete Schwarz als hervorragenden Vermittler. „Du hast Kompromisse gefunden, die gesellschaftlich akzeptiert und für die Betriebe vertretbar waren“, sagte Lucht. Schwarz habe den Dialogprozess zur Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein entscheidend begleitet, genauso wie die Zukunftskommission Landwirtschaft auf Bundesebene. Mit akribischer Fleißarbeit habe Schwarz die Landwirtschaft nach vorn gebracht. Lucht nannte als Beispiele für das positive Wirken seines Vorgängers die Initiative Tierwohl, das Projekt ZukunftsBauer, die Allianz für den Gewässerschutz und die Schaffung der Position „Vertrauensperson Tierschutz“.

Schwarz erklärte: „Das alles macht man nicht allein. Herzlichen Dank an alle, die mich unterstützt haben. Der BVSH ist ein großartiger Verband. Machen Sie weiter wie bisher.“

Änderungen bei den Jungpferdeprüfungen der Bundeschampionate

Auf einem Jungpferdegipfel der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) wurden Änderungen der Prüfungen für drei- und vierjährige Pferde und Ponys bei den Bundeschampionaten beschlossen. Ziel der Anpassungen soll es sein, junge Pferde noch altersgerechter und schonender auf ihre sportliche Laufbahn vorzubereiten. Doch es gibt auch Kritik.

An den Prüfungen für drei- und vierjährige Pferde und Ponys bei den Bundeschampionaten wurden diverse Änderungen vorgenommen. So sollen die Dreijährigen künftig nur noch eine Prüfung absolvieren, statt wie bisher zwei. „Ich finde es sehr schade, dass sie den Dreijährigen das Finale nehmen. Gerade die ganz jungen Pferde brauchen eine Eingewöhnungszeit. Da ist manchmal eine erste Prüfung hilfreich. Und für das Finale qualifizieren sich nur die Besten“, stellt Mareike Peckholz diese Entscheidung infrage. Die Bereiterin nimmt seit mehr als 20 Jahren an den Bundeschampionaten teil, meist mit mehreren Pferden oder Ponys. „Für uns aus Schleswig-Holstein ist es sehr viel Aufwand, nach Warendorf zu fahren. Wir sind fünf bis sechs Stunden unterwegs. Für nur eine Prüfung lohnen sich weder der Aufwand noch die Kosten“, macht sie klar.

Auch dass die bisherige Gebäudebeurteilung an der Hand entfällt und die Pferde nicht mehr abgesattelt vorgestellt werden, findet Peckholz nicht sinnvoll. Gerade bei den drei- und vierjährigen Hengsten sei dieser Teil der Prüfung wichtig, um das Gebäude beurteilen zu können, vor allem für das zuchtinteressierte Publikum. Später gehe es darum, wie sie sich ausbilden ließen, doch in jungen Jahren entschieden Züchter nach anderen Kriterien. Hinzu komme, dass die Pferde in ihren Qualifikationen auch immer eine Gebäudebeurteilung hätten. Warum also nicht im wichtigsten Finale?

Für die Dreijährigen gibt es stattdessen nun eine Note für den Gesamteindruck inklusive Körperqualität. Die Merkmale Trab, Galopp und Schritt bleiben erhalten und auch das Merkmal Rittigkeit, allerdings mit besonderem Fokus auf der altersgemäßen Erfüllung der Kriterien der Skala der Ausbildung. Insgesamt werden von den Richtern also fünf Noten vergeben, künftig in Zehntelnoten statt wie bisher in Schritten von 0,5 Punkten.

Die Gebäudebeurteilung bei den dreijährigen Reitpferden und -ponys soll in Zukunft wegfallen. Foto: Stefan Lafrentz

Einstallen am Vortag

Die Prüfungsaufgabe für die Dreijährigen aus dem vergangenen Jahr bleibt bestehen, da sich die verkürzte Aufgabe ohne Trittverlängerung im Trab bewährt hat. Das findet auch Peckholz grundsätzlich gut, allerdings sei es „Augenwischerei“, denn in den Qualifikationen und bei den Landeschampionaten müssten die Dreijährigen die Lektion „Tritte verlängern“ beherrschen. Also müsse sie es auch ausbilden, sofern es nicht überall wegfalle.

Damit die Pferde ausreichend Zeit zur Eingewöhnung auf dem Gelände haben, ist nun das Einstallen am Tag vor der Prüfung verpflichtend. Das soll auch die Chancengleichheit sichern. Für die Jüngsten wird es am Vortag der Prüfung ein Training auf dem Prüfungsplatz geben.

Im vergangenen Jahr waren die Prüfungen der Ponyhengste auf Mittwoch vorverlegt worden. Peckholz, die für das Gestüt Steendiek von Peter Böge in Schönhorst, Kreis Rendsburg-Eckernförde, arbeitet, war also am Dienstag angereist. „Wir mussten dann nach sechs Stunden Fahrt den Ponys am Abend noch das Viereck zeigen. Am nächsten Morgen begann die Prüfung um acht Uhr“, berichtet sie und fügt hinzu: „Das war bitter und nicht pferdegerecht.“ Ob die neue Regelung solche Zeitabläufe verhindert, wird sich zeigen müssen.

Bei den Vierjährigen besteht die Qualifikation für das Finale weiterhin aus einer Reitpferdeprüfung. Geritten wird die bisherige Aufgabe. Die Bewertung erfolgt analog zu den Dreijährigen, somit entfällt auch die Gebäudebeurteilung an der Hand. Im Finale wird erstmals eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A geritten.

„Unser Ziel ist es, die Anforderungen an ein Reitpferd verstärkt in den Fokus zu stellen“, erklärt Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer Zucht der FN. „Es geht um die Losgelassenheit, den Takt, die Anlehnung und die Durchlässigkeit des jungen Pferdes, aber auch um die Bewegungsqualität. All dies können die Richter in einer einzeln gerittenen Dressurpferdeprüfung sehr gut beurteilen. Der Fremdreitertest entfällt ganz, auch um die Verweildauer der jungen Pferde und Ponys auf dem Prüfungsplatz zu reduzieren.“

Als Ausbilderin von jungen Pferden fühlt sich Mareike Peckholz von der neuen Regelung unter Druck gesetzt. „In dem Hexenkessel allein eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A zu reiten, erfordert Übung“, sagt sie im Hinblick auf das Finale und die Zuschauerränge. Dies würde im Zweifel bedeuten, mit dem jungen Pferd vorher öfter auf Turniere zu fahren. Erschwerend käme hinzu, dass in Schleswig-Holstein die meisten Dressurpferdeprüfungen der Klasse A zu zweit geritten würden, im Finale in Warendorf nun aber plötzlich allein. „Das finde ich auch nicht pferdegerechter.“

Umbau auf dem Gelände

Die Aufgabe sei im Übrigen sehr anspruchsvoll: Schlangenlinien mit Aussitzen, Zügel aus der Hand kauen im Trab und Galopp. Schwierig sei das vor allem mit spät entwickelten Pferden. „Wenn ich erst im Frühjahr anfange, sie auszubilden, kann ich es bis zum Herbst nicht auf dieses Niveau schaffen“, erklärt die Bereiterin. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass sie früher mit der Ausbildung beginnen muss.

Sie habe auch Stimmen gehört, die eine A-Dressurpferdeprüfung als Finale positiv einschätzten. Allerdings findet sie, dass dann die Reitpferdeprüfung weggelassen werden sollte und nur Pferde nach Warendorf kommen sollten, die mindestens eine Platzierung in Klasse A haben.

Die zwischen Vorbereitungs- und Prüfungsplatz positionierte Stehtribüne soll künftig entfernt werden. So soll den jungen Pferden der Sichtkontakt zu Artgenossen ermöglicht werden. „Das kann ich nicht pauschal beurteilen“, sagt Peckholz. Sie hatte im vergangenen Jahr einmal Pech, weil eine Siegerehrung verschoben wurde und zeitgleich zur Prüfung eines ihrer jungen Pferde stattfand. „Der Hengst war schon sehr angefasst davon. Wäre die Tribüne nicht da gewesen, wäre er wohl noch abgelenkter gewesen“, berichtet sie.

Mit den Änderungen möchte die FN den Prüfungsablauf für die jungen Pferde und Ponys so optimal wie möglich gestalten. Miesner verspricht: „Wir werden daher sehr genau evaluieren, ob unsere beschlossenen Maßnahmen die Effekte haben, die wir uns wünschen.“ Wo weiterer Anpassungsbedarf gesehen wird, sollen konsequent weitere Schritte folgen. Der Anspruch bleibt, die Bundeschampionate kontinuierlich so weiterzuentwickeln, dass sie junge Pferde bestmöglich und verantwortungsvoll auf ihre sportliche Zukunft vorbereiten.

Seit Langem gelten die Bundeschampionate als fachlich fundiertes und bewährtes Schaufenster für Zucht und Ausbildung. Die jetzt beschlossenen Anpassungen wurden laut FN von Vertreterinnen und Vertretern aus Zucht, Ausbildung, Sport, Veterinärwesen und Richterschaft entschieden. Mareike Peckholz fragt sich, ob auch Reiter von Jungpferden dazu angehört wurden. Sie würde sich freuen, wenn die Jungpferdeprüfungen in ganz Deutschland überdacht werden würden. So dürfen beispielsweise in Dänemark dreijährige Pferde gar nicht auf Turnieren laufen. In Deutschland gebe es zwar eine Beschränkung für Dreijährige, aber Vierjährige könnten unbegrenzt in Prüfungen starten.

Nicht alle sind überzeugt

Der Pferdesportverband Schleswig-Holstein (PSH) und auch einige Zuchtverbände wurden in die Entscheidung nicht einbezogen. Zum Teil sind auch sie nicht überzeugt.

„Wir haben beschlossen, unsere Prüfungsausschreibung für das Trakehner-Bundesturnier so beizubehalten“, verdeutlicht Neel-Heinrich Schoof, Zuchtleiter und Geschäftsführer des Trakehner Verbandes. Er hält die Exterieurbeurteilung der Dreijährigen sowie den Fremdreitertest bei den Vierjährigen für wichtig, um ein junges Reitpferd beurteilen zu können: „Das ist gute fachliche Praxis!“ Der Fremdreitertest sei ein wertvoller Informationsgewinn und werde auch bei Hengst- beziehungsweise Stutenleistungsprüfungen gefordert.

Schoof hält auch nichts davon, in Warendorf nur eine Prüfung für die Dreijährigen anzubieten. Er geht sogar noch weiter und kritisiert die Startbeschränkungen für dreijährige Pferde insgesamt. Denn bei maximal fünf Prüfungen könne man höchstens ein- oder zweimal mit dem jungen Pferd aufs Turnier fahren, bevor es zu den Bundes- oder Landeschampionaten gehe. „Die Remonten müssen auch etwas sehen und Erfahrungen sammeln. Das vereinfacht auch spätere Sporteinsätze und reduziert Stress und Aufregung, gerade wenn es dann zu größeren Turnieren geht. Ich bin ein großer Fan davon, das Pferd der individuellen Entwicklung entsprechend einzusetzen. Dies muss der Gradmesser sein. Natürlich kann das auch bedeuten, dass man drei- und vierjährig aufgrund der körperlichen Entwicklung gar nicht oder nur wenig startet. Aber starre Vorgaben, die nicht das Einzeltier betrachten, sind nicht der fachlich richtige Ansatzpunkt“, erklärt Schoof, der selbst aus einer Züchterfamilie stammt.

Dabei ist Schoof nicht per se gegen Neuerungen, aber er hinterfragt sie doch kritisch: „Offensichtlich möchte man hier ein Signal setzen. Grundsätzlich ist jedoch zu hinterfragen, ob wichtige Beurteilungskriterien eines Reitpferdes wie die Exterieurkorrektheit und die Rittigkeit, die auch für züchterische Entscheidungen von großer Bedeutung sind, einfach in den Hintergrund rücken dürfen.“

Schoof war nicht an dem Gipfel beteiligt, wurde aber von Dr. Norbert Camp, dem ersten Vorsitzenden des Trakehner Verbandes und Vorstandsmitglied im FN-Beirat Zucht, zeitnah über die Ergebnisse informiert. Nicht kommuniziert wurden die Änderungen hingegen mit dem PSH. „Als Veranstalter der Landeschampionate müssen wir uns nun überlegen, ob wir die Änderungen übernehmen oder ob wir unsere Ausschreibung so lassen“, erklärt Matthias Karstens, Geschäftsführer des PSH, vorsichtig.

Weiterer Klärungsbedarf

Dr. Elisabeth Jensen, ­Zuchtleiterin des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/Hamburg, wird deutlicher: „Ich finde es nicht glücklich, dass die Anforderungen an die Dreijährigen reduziert werden und die Vierjährigen im Gegensatz dazu eine deutlich anspruchsvollere Leistung erbringen müssen.“ Auch sie sieht ein Problem darin, dass die Finalqualifikation für die vierjährigen Ponys nun in einer Reitpferdeprüfung erfolgt und im Finale eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A gefordert ist.

Zu dem Thema wurde sie ebenfalls nicht angehört. „Wir haben am Freitag eine Mail ohne weitere Informationen bekommen und sollten uns am Montag dazu äußern, ob die Prüfung zu zweit oder allein geritten werden soll“, berichtet sie über das Prozedere. So sei keine Zeit geblieben, sich mit dem Vorstand oder den Reitern zu beraten. Sie selbst sei eher für zwei Pferde in der Bahn gewesen. „Wir halten diese Änderungen nicht für gut und haben uns dagegen ausgesprochen“, erklärt sie und fügt hinzu: „Ich denke nicht, dass wir an den Ponychampionaten hier im Land etwas ändern sollten.“

Auch der Holsteiner Verband war nicht direkt an der Entscheidungsfindung beim Jungpferdegipfel beteiligt. Über den Vorsitzenden des Bereichs Zucht, Carsten Grill, wurden gemeinschaftliche Anregungen und Bedenken der deutschen Pferdezucht an die Führung der FN herangetragen. In einem Statement des Holsteiner Verbandes heißt es, dass die Verbände eine Abschaffung der Prüfungen für Dreijährige verhindern wollen. Die Hauptsorge sei, dass dies direkte Konsequenzen für Stuten- und Hengstleistungsprüfungen oder die grundsätzliche Präsentation eines dreijährigen Pferdes unter dem Reiter haben könnte.

Stephan Haarhoff, Zuchtleiter des Holsteiner Verbandes, sagt dazu: „Aus züchterischer Sicht ist es sinnvoll, rechtzeitig Hinweise zu Reiteigenschaften der Pferde zu bekommen. Ist dies dreijährig nicht mehr möglich, könnten wichtige Informationen für ein ganzes Jahr verloren gehen. Grundsätzlich berühren die Prüfungen für Dreijährige in Warendorf den Holsteiner Verband weniger als andere Zuchtverbände, da nur wenige Pferde aus unserem Zuchtgebiet in Reitpferdeprüfungen an den Start gehen. Der Großteil der Holsteiner Sportpferde ist im Spring- beziehungsweise Vielseitigkeitssport zu Hause.“

Es gibt also viel zu besprechen in den nächsten Treffen des Arbeitskreises, die von der FN angekündigt wurden. Dort sollen auch weitere Prüfungsformate für Jungpferde sowie generell die Ausbildung junger Pferde vom Anreiten bis zum ersten Einsatz im Turniersport diskutiert werden.

Video-Workshop für das Social-Media-Team der LKSH

Wie entstehen wirkungsvolle Videos für Social Media? Mit dieser Frage haben sich die Social-Media-Teams der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in einem gemeinsamen Workshop beschäftigt.

Geleitet wurde die Fortbildung von Matthias Süßen (rechts im Bild). Im Mittelpunkt standen Grundlagen der Videoproduktion von Kameraeinstellungen über Bildaufbau bis hin zu Schnitttechniken. Neben fachlichen Impulsen lag der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit: Die Teilnehmenden filmten eigene Sequenzen, probierten verschiedene Perspektiven aus und setzten die Aufnahmen direkt im Schnitt um. Der Workshop bot eine gute Gelegenheit zum Austausch zwischen den Teams und lieferte viele neue Ideen für zukünftige Videoformate auf den Kanälen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Blütensträucher für Frühling und Sommer

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Blütensträucher bringen nicht nur viel Farbe in den Garten, sie lassen sich auch erstaunlich vielseitig einsetzen. Ob als fröhlich bunte Hecke gepflanzt, als Aufwerter für Staudenbeete oder als stattliche Solisten – für all diese Aufgaben kommt eine Vielzahl bewährter Arten und Sorten infrage.

Schöner als die Blüte der Braut-Spiere kann auch ein Brautkleid kaum sein. Foto: Karin Stern

Zur Blütezeit ziehen Rosa Weigelie (Weigela florida) und Brautspiere ‚Buntstifter‘ (Spiraea arguta) viel Aufmerksamkeit auf sich. Meist schon im April sind die Zweige der Brautspiere über und über mit duftenden, weißen Blüten besetzt. Kurz darauf im Mai präsentiert die bis zu 2 m hohe Weigelie ihren traumhaften rosafarbenen Flor. Nach ihrem Rückzug aus dem Rampenlicht sind beide Gehölze wie geschaffen für eine ruhige, grüne Kulisse. Daher eignen sie sich prima als Hintergrund für ein größeres Staudenbeet. Tipp: Das breite Sortenangebot an Weigelien umfasst inzwischen rote, rosafarbene und weiße Blüten ebenso wie Varianten mit rotem oder buntem Laub. Auch die Wuchshöhen bieten eine Vielfalt, die von zwergigen bis zu mannshohen Exemplaren reicht.

Manche Sorten der Weigelie erfreuen mit großen, trompetenförmigen Blüten. Foto: Karin Stern

Auf großen Grundstücken bietet es sich an, aus Weigelie, Brautspiere, Ranunkelstrauch (Kerrie japonica), Ginster (Genista), Edelginster (Cytisus scoparius) und Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius) eine frei wachsende Blütenhecke zu pflanzen. Der Pfeifenstrauch wird häufig auch als Bauern- oder Gartenjasmin bezeichnet. Er wächst anfangs straff aufrecht und hängt im Alter gern über. Als ganz unkompliziert erweist sich der Ranunkelstrauch ‚Pleniflora‘ mit seinen dicht gefüllten, goldgelben Blütenbällen. Er toleriert nicht nur sonnige wie schattige Standorte, sondern erfreut häufig sogar mit einer Nachblüte im Spätsommer. Der Ginster hingegen ist so eine Art Spezialist für trockenere Standorte. Neben der schönen Blüte fällt er mit seinem ungewöhnlichen Wuchs ins Auge. Die unterschiedlichen Ginster- und Edelginstervarianten bieten mit Blütenfarben und Wuchshöhen viel Gestaltungsspielraum. Nur zwei Beispiele dafür: Der Elfenbeinginster (Cytisus praecox) wächst 150 cm hoch, Kissenginster (Cytisus decumbens) bleibt mit 20 cm Höhe sehr niedrig. Tipp: Am besten Pflanzen mit Topfballen kaufen, wurzelnackte Exemplare wachsen schlecht an. Diese wunderbare Hecke beginnt den Blütenreigen mit Ranunkelstrauch und Brautspiere, dann folgen Ginster und Weigelie. Die Schlussakkorde setzt der wunderbar duftende Pfeifenstrauch.

Ranunkelstrauch ‚Pleniflora‘ begeistert mit goldgelben, gefüllten Blüten. Foto: Karin Stern
Ginster kommt gut mit trockeneren Böden zurecht. Foto: Karin Stern

Wie geschaffen für die Einzelstellung sind der Chinesische Blumenhartriegel (Cornus kousa var. chinensis) mit seinen etagenförmig angeordneten Ästen und die anmutige Magnolie (Magnolia) mit ihrem breit gefächerten Wuchs. Im Juni trägt der Blumenhartriegel eine Fülle von Blütenständen mit großen, weißen Hochblättern. Tipp: Der Japanische Blumenhartriegel (Cornus kousa subsp. kousa) wächst etwas schwächer als die chinesische Variante und bleibt mit 4 bis 6 m Höhe auch etwas niedriger. Beide Arten schätzen einen leicht sauren Boden. Magnolien als klassische Frühlings-Solitäre zeigen sich in der Wuchshöhe variabler. Zu den kleineren Vertretern gehört mit knapp 3 m Höhe die Sternmagnolie (Magnolia stellata). Auf stattliche 25 m Höhe hingegen bringt es die Gurkenmagnolie (Magnolia acuminata). Tipp: Flach wachsende Bodendecker binden die Magnolie optisch in den Garten ein und sorgen gleichzeitig dafür, dass die empfindlichen Wurzeln des Frühblühers nicht austrocknen. Man sollte in diesem Bereich auf Bodenarbeit verzichten. Blumenhartriegel und Magnolie sind sehr pflegleicht, da beide Arten möglichst nicht geschnitten werden sollen.

Überschwänglicher Farbenrausch und malerische Wuchsform machen den Blumenhartriegel zu einem beliebten Gehölz. Foto: Karin Stern

Rhododendren und Azaleen sind im Hinblick auf ihre Standortwünsche etwas anspruchsvoller. Sie bevorzugen einen lichten Schatten und lieben mit Ausnahme der kalktoleranten Sorten einen sauren, humosen Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5. Wer den Boden unter Rhododendren und Azaleen mit Rindenmulch bedeckt, sorgt für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Die Schönheit dieser beiden Blütensträucher verträgt an sich keine optische Konkurrenz. Schließlich können beide ganze Gartenräume mit Farbe füllen. Doch gegen eine Begleitung durch Blumenhartriegel ist nichts einzuwenden. Tipp: Rhododendren und Azaleen sind tolle Leitpflanzen für Schattenkinder wie Funkien (Hosta), Prachtspiere (Astilbe) und Farne. Mit ihrem immergrünen Laub verleihen sie Beeten auch im Winter noch Struktur.

Rhododendren und Azaleen können ganze Gartenräume ausfüllen. Foto: Karin Stern
Gartenhibiskus ,Blue Bird‘ bringt viel Farbe in den August. Foto: Karin Stern
Bei guter Wasser- und Düngerversorgung legen sich Hortensien voll ins Zeug. Foto: Karin Stern

Eher selten zu sehen ist die Tamariske, die in zwei verschiedenen Varianten angeboten wird. Die Frühlings-Tamariske (Tamarix parviflora) blüht verschwenderisch in Rosa von Mai bis Juni. Von Juli bis September schließt sich die Sommer-Tamariske (Tamarix ramosissima) an. Zu den prächtigen Sommersträuchern für eine großartige Kulisse zählen ebenfalls die Hortensien (Hydrangea). Ausreichende Wasserzufuhr und gute Nährstoffversorgung sind entscheidend für die perfekte Blütenpracht – unabhängig von der jeweiligen Art. Zum Gießen verwendet man am besten kalkarmes Regenwasser. Tipp: Die Düngung Ende Juli einstellen, damit die jungen Triebe ausreifen können. Nicht unerwähnt bleiben darf der Garten-Hibiskus (Hibiscus syriacus). Man gibt jungen Pflanzen etwas Winterschutz mit Laub und Reisig im Wurzelbereich. Der Lohn für die geringe Mühe ist ein wunderbar tropisches Blütenflair im August und September.

Wettbewerb: Stall des Jahres

Bewegung, Sozialkontakte, Licht und Luft: Die Grundbedürfnisse des Pferdes stehen wieder im Mittelpunkt des Wettbewerbs „Stall des Jahres“, den die Persönlichen Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) veranstalten.

Gesucht werden Pferdebetriebe und -vereine, die im Alltag zeigen, was artgerechte Pferdehaltung bedeutet. Betriebe können sich ab sofort online um den öffentlichkeitswirksamen Titel bewerben und ihre Konzepte vorstellen. Zunächst muss nur ein kurzes Formular ausgefüllt werden. In Runde zwei sind dann Foto- und Videomaterial der eigenen Pferdehaltung für einen virtuellen Stallrundgang gefragt. Wer diesen erfolgreich absolviert, wird von der Fachjury besucht.

Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der Bundeschampionate statt. Bewerbungsschluss ist Donnerstag, 30. April.