Es offenbart sich der Moment: völlige Stille, der Atem angehalten, die Kamera im Anschlag – das perfekte Bild. Im Green Screen Naturfilmcamp im Wildpark Eekholt, Kreis Segeberg, lernen Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren in einer Woche, wie sie mit dem richtigen Equipment die Natur hautnah einfangen können. Das Bauernblatt hat die Jugendlichen einen Tag lang begleitet und mit den Veranstaltern von Green Screen und dem Wildpark Eekholt gesprochen.
Im Jugendfilmcamp dreht sich alles darum, wie man Tiere in der Natur möglichst perfekt ablichten und dabei eine Geschichte erzählen kann. In einer Woche lernen 26 Jugendliche und junge Erwachsene den Umgang mit Kamera und Equipment, die Bearbeitung des selbst gedrehten Materials und das Storytelling. Am Ende entsteht ein eigener Naturfilm, der den Eltern und Vertretern von Green Screen präsentiert wird und für die Kategorie „Bester Jugendfilm“ des Green Screen Festivals eingereicht werden darf. Dieses Jahr markiert das 17. Jahr in Folge, in dem Jugendliche für diese Lernerfahrung zusammengekommen sind. Einige von ihnen waren bereits mehrere Male dabei, so auch die Gruppe, die die Redaktion begleitete.
Im Jugendfilmcamp dreht sich alles darum, wie man Tiere in der Natur möglichst perfekt ablichten und dabei eine Geschichte erzählen kann. In einer Woche lernen 26 Jugendliche und junge Erwachsene den Umgang mit Kamera und Equipment, die Bearbeitung des selbst gedrehten Materials und das Storytelling. Am Ende entsteht ein eigener Naturfilm, der den Eltern und Vertretern von Green Screen präsentiert wird und für die Kategorie „Bester Jugendfilm“ des Green Screen Festivals eingereicht werden darf. Dieses Jahr markiert das 17. Jahr in Folge, in dem Jugendliche für diese Lernerfahrung zusammengekommen sind. Einige von ihnen waren bereits mehrere Male dabei, so auch die Gruppe, die die Redaktion begleitete.
Die drei Jugendlichen Leo Brosig (14), Ellen Schilhabel (17) und Arne Göttsche (15) hatten sich bewusst ein herausforderndes Thema ausgesucht: wilde Tiere im Tierpark. Also Tiere, die nicht regulär im Gehege zu finden sind, sondern nur beiläufig im Park vorbeikommen oder aus anderen Gründen dort ansässig sind. Diese Tiere sind vom Wildpark explizit geduldet und sogar erwünscht.
So finden Fledermäuse auf dem Gelände zum Beispiel in Fledermauskästen einen sicheren Aufenthaltsort. Auch wurde auf eine Begradigung der Osterau verzichtet, sodass der Fluss mitten durch den Park fließen kann und einen Lebensraum für Wasserlebewesen schafft. Für das Filmcamp bietet der Wildpark Eekholt mit seinen naturnah gestalteten 67 ha und etwa 700 Tieren also sowohl Anfänger-Tierfilmenden einfache Drehbedingungen, indem normalerweise scheue Tiere in den Gehegen gefilmt werden können, als auch wild lebende Tiere für diejenigen, die eine Herausforderung suchen.
Die Gruppe um Leo, Ellen und Arne wollte genau das haben und konzentrierte sich daher auf die Vielfalt der wilden Tiere im Park, darunter besonders Wasserlebewesen aus der Osterau, Kolkraben und Fledermäuse.
Foto: Patrick Mühling
Die 17-jährige Ellen Schilhabel war in diesem Jahr bereits das fünfte Mal dabei, besitzt eine eigene Kamera und wollte sich an einem kniffligen Thema versuchen. „Unser Film soll zeigen, dass es auch in einem Park, wo Tiere im Gehege leben, wilde Tiere gibt“, sagte sie. „Bis jetzt bin ich mit unserem Film zufrieden und denke, dass er auch eingereicht werden kann.“ Der 15-jährige Arne Göttsche bestätigte ihre Aussage: „In den letzten Tagen lief alles gut. Da haben wir alles bekommen, was wir haben wollten.“
Angeleitet wurde die Wildtier-Gruppe von Naturfilmer Thies Hinrichsen. Der mittlerweile weltweit eingesetzte Kameramann entdeckte seine Begeisterung für das Naturfilmen vor zwölf Jahren im Green-Screen-Camp und machte seine Leidenschaft im Verlauf der letzten Jahre zum Beruf. In der Vergangenheit hat er bereits für die NDR-Serie „Expedition ins Tierreich“ sowie für „Erlebnis Erde“ der ARD gefilmt.
„Wir wissen, die Jugendlichen haben ein straffes Programm in dieser Woche. Unser Ziel ist es, dass sie alle am Freitag einen schönen Film haben, auf den sie stolz sein dürfen.“
Damit das auch gelingt, stand der junge Naturfilmer den Teilnehmenden jederzeit zur Seite, ließ ihnen jedoch genug Raum, um eigenständige Ideen und Herangehensweisen zu entwickeln. „Ich bin einfach total gern draußen und beobachte Tiere. Diese Begeisterung versuche ich an die Jugendlichen weiterzugeben“, so Hinrichsen. Zum Green-Screen-Team gehören zudem die Kamerafrau Bernice Leonhardt und der freie Mediengestalter Philipp Below. „Die beiden sind medienpädagogisch geschult und können die Technik noch besser vermitteln als ich. Dafür habe ich viel Erfahrung darin, wie und wo man korrekt warten kann, um das richtige Motiv zu finden“, weiß Hinrichsen.
Ute Dröger ist zeit des Bestehens die Ansprechpartnerin für das Naturfilmcamp aufseiten des Wildparks Eekholt. Lange Zeit leitete sie die Wildparkschule. „Meine Aufgabe ist es, eng mit dem Team rund um Thies zusammenzuarbeiten, geeignete Materialien an die Jugendlichen weiterzugeben, Interviewpartner zu organisieren und zu erklären, was möglich ist und welche Themenideen nur bedingt oder gar nicht möglich sind“, stellte sich Dröger vor. „Die Recherche hat sich über die Jahre komplett geändert. Früher habe ich noch Bücher und Artikel herausgesucht. Heute muss ich den Kindern und Jugendlichen erklären, dass sie vernünftige Internetquellen heranziehen und auf ChatGPT und Wikipedia verzichten sollten“, sagte sie.
„Motivation für das Thema ist extrem wichtig. Wir haben uns lange überlegt, ob wir das Wildtier-Thema zulassen, aber die Gruppe wollte es unbedingt machen, sodass wir gesagt haben: ‚Okay, ihr nehmt die Herausforderung an.‘ Wir sind gespannt, was draus wird“, sagte Hinrichsen.
Das Jugendfilmcamp kostet 350 € für die gesamte Woche und findet in den Sommerferien statt. Mehr Informationen zum Camp gibt es auf der Webseite von Green Screen unter



