Sieben Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Schleswig-Holstein traten beim Bundesentscheid des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend in den Sparten Forst-, Land- und Hauswirtschaft an. Die insgesamt 84 Teilnehmer, die Mitte Juni im landwirtschaftlichen Bildungszentrum Echem in Niedersachsen ihr Können unter Beweis stellten, hatten sich in zahlreichen Vorentscheiden unter knapp 10.000 Vertretern der Grünen Berufe qualifiziert. Mit zum Team der Schleswig-Holsteiner gehörten auch drei Richter und Richterinnen. Einer von ihnen war Hannes Bumann. Hier sein Bericht.
Am Abend vor dem Start des Wettbewerbs trafen sich alle Richter nach der offiziellen Einführung in den einzelnen Sparten, um noch einmal die praktischen Aufgaben zu besprechen und zu verteilen. Am nächsten Morgen ging es an den Start. Während die Teilnehmenden die theoretischen Prüfungen im Bereich Allgemein- und Fachwissen schrieben, machten sich die Richter schon auf dem Weg, alles für die praktischen Aufgaben aufzubauen. Um bei den vielfältigen Prüfungen eine faire und gleichbleibende Bewertung zu gewährleisten, war eine gute Absprache wichtig. Zudem wurde strikt darauf geachtet, dass Richter keine Teilnehmer aus ihrem eigenen Bundesland bewerteten.
Die praktischen Prüfungen erstreckten sich über anderthalb Tage. Sie reichten vom Bau eines Fledermauskastens, das punktgenaue Fällen und das Pflanzen von Bäumen über das Zubereiten landestypischer und saisonaler Beilagen für ein Grillbuffet bis hin zur Kälberhaltung, automatischem Melksystem, Bonitur eines Getreideschlages und Einstellen eines modernen GPS-Systems. Zudem wurde auch geprüft, wie jeder Kandidat sein Wissen bei der Unterweisung von Auszubildenden in der Landwirtschaft weitergeben kann. Punkte gab es von den Richtern auch für Teamgeist und Ehrgeiz. Als am nächsten Abend die Prüfungen abgeschlossen waren, konnten sich bei einem großartigen Grillbuffet alle entspannen und sich in geselliger Runde noch einmal über die beiden herausfordernden Tage austauschen und neue Kontakte knüpfen.
Am kommenden Tag starteten alle gemeinsam zu einer Besichtigung des ehemals größten Schiffshebewerks Europas in Scharnebeck. Im Anschluss daran begaben man sich auf unterschiedliche Exkursionen von der Kartoffelzucht bis hin zur Erkundung der Altstadt Lüneburgs.
Am Abend stand dann die Siegerehrung auf dem Programm. Dazu lud das Landvolk Niedersachsen in festlichem Ambiente ein. Alle hatte sich in Schapptüüch geworfen. Nach kurzen Grußworten ging es direkt zur Siegerehrung in den einzelnen Sparten. Die Spannung stieg auch für die Teilnehmer aus Schleswig-Holstein. Jeder von ihnen hatte sein Bestes gegeben. Leider konnte in diesem Jahr keiner von ihnen aufs Treppchen steigen. Trotzdem waren sich alle einig, dass beim Bundesentscheid alle gewonnen haben: an Erfahrung, Erlebnissen und vielen schönen Erinnerungen, die sie mit neuen Freunden teilen.
Siehe auch landjugend.de/projek
te/berufswettbewerb
Hannes Bumann
Foto: Tabea Sackmann




